Newsroom Indrustrie 4.0

Industrie 4.0 und Digitalsierung

Die Herausforderung aller Branchen sich strategisch an die neue digitale Realität anzupassen weckt vielfach Ängste und Vorbehalte. Dennoch führt kein Weg daran vorbei!

Denn: Unterlässt ein Unternehmen diesen wichtigen Schritt, setzt es seine Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit aufs Spiel.

In der Industrie 4.0 haben cyber-physische Systeme eine zentrale Funktion. Es gilt die Herausforderung anzunehmen, sich kulturellen Widerständen zu stellen, und die digitale Transformation mit gebotener Entschlossenheit voranzutreiben.

Zugegeben, in einem sich schnell verändernden, hoch technologischen Umfeld ist fehlt es oft an Zeit, Erfahrung und Fachwissen. Schnelle Entscheidungen schaffen jedoch meist nur wenig abgestimmte Teillösungen.

Damit es gelingt braucht es ganzheitlich durchdachte Strategien, das Eingehen auf kulturelle Gegebenheiten und entsprechende skills.

Mit diesem Beitrag möchte ich Ihre Faszination, Spannung und Neugier für das digitale Zeitalter wecken.

Damit Ihre Ängste Inspiration zu Chancen und Wettbewerbsfähigkeit sind.

Damit auch Sie die Potenziale der Digitalisierung und ihre Wechselwirkungen auf bestehende oder künftige Geschäftsmodelle identifizieren und gestalten können. Denn die vierte industrielle Revolution birgt nebst Risiken vor allem Chancen, die es zu nutzen gilt!

Der Faktor Zeit kann dabei von großer Bedeutung sein.

Cyber-physische Systeme sind Systeme, bei denen informations- und softwaretechnische mit mechanischen Komponenten verbunden sind. Datentransfer und -Austausch sowie Kontrolle bzw. Steuerung erfolgen über eine Infrastruktur wie das Internet in Echtzeit .Wesentliche Bestandteile sind mobile und bewegliche Einrichtungen, Geräte und Maschinen. Darunter auch Roboter, eingebettete Systeme und vernetzte Gegenstände (Internet der Dinge). In der Industrie 4.0 haben cyber-physische Systeme eine zentrale Funktion.

Industrie 4.0

meine 8 Punkte als Anregung und Anleitung zum Vordenken:

1. Digitalisierung ist ein Gesamtunternehmensprozess

Digitalisierung muss Teil der Unternehmensstrategie werden und ist auf oberster Unternehmensebene anzusiedeln. Hier geht es erstmal um die Entscheidung, ob und welche Teile eines Unternehmens sich für die digitale Transformation eignen und demzufolge digitalisiert werden Das ist keine einmalige Betrachtung, sondern ein konstanter, intensiver Change-Prozess im Unternehmen.

Die digitale Transformation kann einzelne Bereiche eines Unternehmens oder auch, je nach Umfang, das gesamte Geschäftsmodell betreffen. Bilden Sie ein Team aus allen Bereichs- und Abteilungsleitern sowie allen weiteren relevanten Mitarbeitern, das sich mit dem Thema Digitalisierung befasst. und direkt an die Geschäftsleitung berichtet. Benennen Sie einen Verantwortlichen, der alle Aktivitäten und Maßnahmen steuert und koordiniert.

Beauftragen Sie Ihr Digitalisierungsteam mit der umfangreichen Analyse, welche Prozesse, Teile und Bereiche Ihres Unternehmens digitalisiert werden könnten! Welche Bereiche sind es bereits, wenn vielleicht auch nur teilweise? Welche Bereiche sollten es sinnvollerweise werden?

Entwickeln Sie auf Basis des Analyseergebnisses eine Digitalisierungsstrategie für Ihr Unternehmen. Diese Strategie kann dann beispielsweise die Prozesse einzelner Abteilungen, z.B. das Dokumentenmanagement in der Auftragsverarbeitung, Buchhaltung, die Lohnverrechnung, Personalplanung, Projektmanagement betreffen. Es können auch einzelne Geschäftsbereiche, z.B. das Privatkundengeschäft, umfassen.

Aber auch: Ihr gesamtes bestehendes Geschäftsmodell und damit Ihr gesamtes Unternehmen.

Das ist individuell zu prüfen, um dann zu entscheiden, was für Ihr Unternehmen auch Sinn macht.

 

2. Digitale Potenziale der Mitarbeiter fordern und fördern

Es wird einen Kulturwandel geben. Die Digitalisierung wird das Anforderungsprofil der Mitarbeiter Ihres Unternehmens radikal verändern. Bestehende Hierarchieebenen werden sich verschieben. Ihr Ihre wertvollste Ressource sind Ihre Mitarbeiter. Fördern Sie sie durch Weiterbildung und stärken ihre digitales Verständnis und Wissen. Information über alle relevanten Veränderungen sorgt für Transparenz. Richten Sie ihr Augenmerk bei zukünftigen Neueinstellungen auf die digitalen Kompetenzen der Bewerber.

 

3. Folgen Sie der Entwicklung neuer digitaler Möglichkeiten

In fast alle Unternehmen haben E-Mails, PDF-Rechnungen, Datenserver, ein Mobile Device Management, Einzug gehalten. Damit wurde die tägliche Arbeit und deren Produktivität bereits revolutioniert und ist für uns alle schon selbstverständlich. Neuerungen wie virtuelle Teams, die Nutzung von Software und Daten in der Cloud oder die Auswertung und Nutzung großer Datenmengen durch Big Data sind Neuerungen, die ebenso Realität sind.

Was, wenn eine disruptive Technologie Ihr bisheriges Geschäftsmodell bedroht? Dann müssen Sie, um zu überleben, der Entwicklung insoweit folgen, dass Sie Ihr Geschäftsmodell anpassen. Doch es muss nicht soweit kommen. In dem Wissen liegt Ihre Chance! Vielleicht lassen sich sogar völlig neue Produkte, Lösungen oder Geschäftsmodelle entwickeln.

 

4. Datennutzung als Potential

Ihre Daten im Unternehmen sind ihr Treibstoff. Machen sie sich ihre verfügbaren Daten zunutze. Durch den Einsatz von Big Data-Technologien können heute mit überschaubarem Aufwand in kleinen Teams Softwaresysteme entwickelt werden. Auch kleinere Unternehmen und Organisationen können ihre Produkt- und Servicequalität mithilfe des geschickten Einsatzes von Big Data-Technologien deutlich steigern. Das ist gleichzeitig eine Herausforderung für etablierte Unternehmen ihre Innovationsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Die Sicherheit Ihrer IT und der Schutz Ihrer Daten sollte oberste Priorität haben. Lassen Sie sich bei der Einführung und Nutzung neuer Technologien nicht abschrecken!

 

5. Setzen Sie die neuesten Technologien ein

Das hilft Ihnen, Ihre Geschäftsprozesse schneller, effektiver und kostengünstiger zu erledigen. Die Einführung von Software zur Digitalisierung der Büro- und Verwaltungsprozesse führt zu schnellen Erfolgen. Compliance-Richtlinien werden besser eingehalten, die Kundenzufriedenheit und Datensicherheit steigt. Cloud -Computing zur flexiblen, bedarfsgerechten Nutzung und schnelleres Internet können ein guter Anfang sein. Das ist gerade auch für KMU´s eine gute Chance, sich Vorteile gegenüber den Mitbewerbern zu verschaffen.

 

6. Stakeholder Integration zur Ideen- Synergienutzung

Die Digitalisierung betrifft jedes Unternehmen. Meist haben Ihre Kunden und Partner bereits digitale Prozesse oder Geschäftsmodelle, die Sie bei Ihren Überlegungen beachten müssen. Integrieren Sie Ihre Kunden und Partner in die Digitalisierung Ihrer Geschäftsprozesse und schaffen Sie Schnittstellen. Entwickeln Sie gemeinsam und partnerschaftlich Lösungen. Nutzen Sie dieses Potenzial, wenn immer möglich. Erwägen Sie Partnerschaften mit jungen Technologieunternehmen. Befruchten Sie sich gegenseitig mit Ideen und stärken dadurch auch Ihre Kunden-und geschäftspartnerschaftlichen Beziehungen.

8. Agile Methoden zur Veränderung der Firmenkultur

Hierarchien und Entscheidungsmacht haben Auswirkungen auf die Customer Experience. Entscheider müssen bereit sein, die kulturellen Aspekte eines Unternehmens zu gestalten. Zu erwarten, dass sich die Kultur automatisch mitverändert ist ein Wettbewerbsnachteil!

Innovative Services, Produkte, optimierte Prozesse oder Kombinationen lassen sie in der digitalen Welt wettbewerbsfähig bleiben. Gestalten Sie interdisziplinär besetzte Teams, die jenseits von Unternehmenshierarchien Probleme erkennen und Lösungen und greifbare Ansätze liefern. Testen Sie Prototypen mit potentiellen Anwendern und implementieren Sie diese. Natürlich hat Herangehensweise Auswirkungen auf Organisationsstrukturen und Ihre Firmenkultur. Agile Methoden wie Design Thinking können helfen kulturelle Aspekte bewusst anzugehen und sukzessive der neuen Realität anzupassen.

Mit diesem Beitrag möchte ich Ihre Faszination, Spannung und Neugier für das digitale Zeitalter wecken. Industrie 4.0 – wir sind mittendrin! Damit Ihre Ängste Inspiration zu Chancen und Wettbewerbsfähigkeit sind. Damit auch Sie die Potenziale der Digitalisierung und ihre Wechselwirkungen auf bestehende oder künftige Geschäftsmodelle identifizieren und gestalten können. Die vierte industrielle Revolution birgt nebst Risiken vor allem Chancen.

Österreich ist es in den vergangenen drei industriellen Revolutionen gelungen, Schritt zu halten. Wir gelten als führender Wirtschafts- und Forschungsstandort. Wir sind Drehscheibe für den Aufbau von Geschäftsbeziehungen mit Ost- und Südosteuropa. Investieren wir weiterhin in potentiell, innovativ langfristige Partnerschaften. Realisieren wir gemeinsam gewinnbringend Innovationen!

Design Thinking ist ein multidisziplinärer Ansatz.  Das Verfahren wird als eine Kombination aus Verstehen, Beobachtung, Ideenfindung, Verfeinerung, Ausführung und Lernen verstanden.  Design Thinking basiert auf der Annahme, dass Probleme besser gelöst werden können, wenn Menschen unterschiedlicher Disziplinen in einem die Kreativität fördernden Umfeld zusammenarbeiten. Gemeinsam wird eine Fragestellung entwickelt, die die Bedürfnisse und Motivationen von Menschen berücksichtigen und sodann Konzepte entwickelt. Zahlreiche internationale Unternehmen und Organisationen jeglicher Größe nutzen Design Thinking als Projekt-, Innovations-, Portfolio- und/oder Entwicklungsmethode.

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